wurde am 21. März
1946 in Budapest als Sohn des einstigen Kodály- und Hindemith-Schülers Zoltán Gárdonyi geboren. Sein Vater wirkte
von 1941 bis 1967 als Professor an der Hochschule für Musik "Franz
Liszt" in Budapest und gilt heute als eine der herausragenden
Gestalten in der protestantischen Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts.
Zsolt Gárdonyi war
mit neunzehn Jahren Preisträger des Hochschulwettbewerbes Budapest sowohl
im Fach Orgel als auch im Fach Komposition. 24-jährig hauptamtlicher
A-Kirchenmusiker in Wildeshausen (Oldenburg), mit 34 Jahren Professor für
Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Würzburg. Rege internationale
Konzerttätigkeit als Organist, 1979 Bayerischer Kompositionspreis.
Gastvorlesungen und Leitung von Meisterkursen an zahlreichen europäischen
und amerikanischen Hochschulen, Kompositionsaufträge sowie Rundfunk- und
CD-Produktionen im In- und Ausland, vielfältige musiktheoretische
Veröffentlichungen. Forschungsschwerpunkte: Harmonik des 19. und 20.
Jahrhunderts sowie die Zusammenhänge zwischen Komposition, Interpretation,
Analyse und Improvisation.
Im Juni 2000 wurde
Zsolt Gárdonyi für sein kirchenmusikalisches Schaffen die Ehrendoktorwürde
der Reformierten Theologischen Universität Debrecen (Ungarn) verliehen.
2011 erhielt er die Verdienstmedaille des Staatspräsidenten der Republik Ungarn für
sein kompositorisches und musiktheoretisches Lebenswerk sowie für seinen nachhaltigen Einsatz zur Förderung der ungarischen Kirchenmusik.