wirkte nach seinen
Studien bei Zoltán Kodály in Budapest sowie bei Paul Hindemith und Arnold
Schering in Berlin als langjähriger Professor an der Hochschule für Musik
"Franz Liszt" in seiner Geburtsstadt Budapest. Er leitete hier
auch die Abteilung für Protestantische Kirchenmusik bis zu deren Auflösung
1948 durch die damaligen Machthaber.
Sein kompositorisches
Schaffen umfasst neben zahlreichen Orchesterwerken sowie vielfältiger Chor-
und Kammermusik auch ein breites Spektrum kirchenmusikalischer
Gattungen. Zoltán Gárdonyi gilt heute als eine der herausragenden Gestalten in der
europäischen Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts. Seiner musikwissenschaftlichen Tätigkeit verdanken vor allem die
Bach- und Liszt-Forschung richtungsweisende neue Erkenntnisse.
Zoltán Gárdonyi lebte
seit 1972 mit seiner Familie in Deutschland und verstarb wenige Wochen nach
seinem 80. Geburtstag im westfälischen Herford. Die nachhaltige internationale Resonanz
seiner Musik wird auch durch die Fülle der seither veröffentlichten Erstausgaben
aus seinem kompositorischen Nachlaß und durch zahlreiche CD–Aufnahmen
dokumentiert, die in den letzten Jahren in Deutschland, Ungarn, Schweden
und in den USA erschienen sind.